In
8 Mehr von Edisons Geschäften
Die ersten Jahre des bewegten Bildes – Kunst und Industrie V
- Andrew M. & George C. Holland https://www.victorian-cinema.net/holland – Söhne einer bekannten Landbesitzer- und Verlagsfamilie in Ottawa, hatten schon im Verlags- & Vertriebswesen gearbeitet, u.a. für Edisons Phonograph
- Eigentümer des ersten Kinetoscope parlours 14. April 1894 (siehe Folge 4)
- Eröffneten am 17. Mai 1894 den zweiten in einem Freimaurertempel in Chicago
- The Kinetoscope Company/Raff & Gammon https://en.wikipedia.org/wiki/Raff_%26_Gammon -> Kinestoscope Company https://www.victorian-cinema.net/raff.php
- Eine von drei Gruppen, die Edisons K. und seine Filme vertrieben – Kinetoscop Exhibition Company der Lathams & Continental Commerce Company von Maguire & Baucus https://www.victorian-cinema.net/maguire (siehe Folge 7)
- Filme, die für Raff & Gammon in der Black Maria gedreht wurden, hatten ein großes R am rechten Rand des Bildes
- Bis 1895 ließen die Einnahmen durch die Kinetoscope (Einzel-Schau-Geräte) nach, auch wegen Konkurrenz von Imitationen (z.B. von Charles E. Chinnock https://www.victorian-cinema.net/chinnock, der sich mit seinem Plagiat an Edison rächte: Er hatte einen Rechtsstreit um Patente für elektrisches Licht gegen E. verloren, auch aufgrund bewusst falscher Aussagen von William K.L. Dickson)
- Filme, die für Raff & Gammon in der Black Maria gedreht wurden, hatten ein großes R am rechten Rand des Bildes
- C. Francis Jenkins & Thomas Armat -> Folge 5
- Hatten September/Oktober 1895 ihren Phantoscope Projektor auf der Cotton Stats and International Exposition vorgeführt und dabei Kinetoscope-Filme (von Edison) verwendetKonkurrenz durch die Lathams und einem Kinetoscope-Aussteller ?!
- C. Francis Jenkins & Thomas Armat -> Folge 5
- Außerdem nicht sehr gute Beleuchtung der Filme
- => Erfolg blieb aus, die beiden trennten sich
- Diese hatten Angst, Edison zu verprellen (sehr erfolgreicher Unternehmer, Big Business), deshalb präsentierten sie ihm das Gerät
- Außerdem nicht sehr gute Beleuchtung der Filme
- Da das Kinetoscope an Beliebtheit verlor (warum in einen Kasten kucken, wenn es Leinwände gab), willigte Edison ein, das Vitascope (als seine Erfindung!) herzustellen und zu vermarkten sowie Filme dafür herzustellen
- Sechs Filme:
- Fünf von Edison dafür gedrehte Filme
- Und Rough Seas at Dover
- Edison war drauf und dran, eine Menge Geld zu verlieren
- Raff & Gammon wollten der Einführung des Lumièreschen Cinematographen in USA zuvorkommen
- Innerhalb eines Sommers 1896 wurde der Vitascope-Projekter in 25 US-Städten präsentiert
- Die nicht flächendeckende elektrische Versorgung in den USA
- Schlechtes Filmmaterial
- Fachkräftemangel
- Die schnell aufeinanderfolgenden Eröffnungen zehrten an den Ressourcen der Männer, und Norman Raff erlitt einen Nervenzusammenbruch
- Frank Gammon ließ eine tragbare Kamera bauen und unter seiner Leitung wurden mehrere Filme außerhalb der Black Maria gedreht, mit James White https://www.victorian-cinema.net/white als Produzent
- Hatte schon für die Holland Bros. beim Vertrieb des Kinetoscope gearbeitet
- Übernahm dann die Position des Produzenten für die Edison Vitascope Filme, z.B. für den 1896 Skandalfilm (von 15sec.) The May Irwin Kiss https://www.victorian-cinema.net/irwin https://www.youtube.com/watch?v=Q690-IexNB4
- Sollte später in der Kinetograph-Abteilung (also Kamera statt Projektor) arbeiten und noch später hauptverantwortlich sein für die Filmaufnahmen nach dem Anschlag auf den US-Präsidenten McKinley im September 1901 auf der Pan-American Exhibition
- Vitascope wurde eine der führenden Attraktionen im Vaudeville, aber bis Oktober 1896 verlor die Vitascope Company an Erfolg – Raff&Gammon hatten nur 73 Vitascopes hergestellt und andere Projektoren drängten auf den Markt
- Die Edison Manufacturing Company verlor Geld durch die Einschränkung, nur Filme an die Vitascope-Nutzer zu verkaufen, also begann Edison, Filme an alle Interessenten zu verkaufen
- Monopol auf produzierte Filme zwang die Käufer & Publikum, das zu nehmen, was Vitascope ihnen zeigte, aber=> die Produktion von Filmen kam nicht hinterher mit dem Interesse des Publikums, immer neue Filme sehen zu wollen
- Das Edison Projecting Kinetoscope, produziert seit November 1896, überholte das Vitascope
- 1894 Herman Casler https://en.wikipedia.org/wiki/Herman_Casler https://www.victorian-cinema.net/casler – Patent für Mutoscope
- Ursprünglich ein Geldeinwurf-Automat mit Daumenkino – anders als die von Edison elektrisch betriebenen konnten die Betrachtenden mit einer Handkurbel das Tempo selbst bestimmen – das Mutoscope war zu seinen Hochzeiten genauso beliebt wie das KinetoscopeCasler benötigte neue Kamera und wandte sich an:
- William K.L. Dickson https://de.wikipedia.org/wiki/William_K._L._Dickson https://www.victorian-cinema.net/dickson.php (s. Folge 4 und 5) hatte aufgrund Unzufriedenheit bei Edison schon mit den Lathams zusammengearbeitetHatte Buch mit seiner Schwester über Edisons Arbeit geschrieben, aber schon mit den Lathams und Casler zusammengearbeitet
- Der neue General Manager Edisons, W.E. Gilmore, hatte Dickson im Verdacht und trug diesen zu EdisonDickson – etwas zu selbstsicher – stellte Edison vor die Wahl: Gilmore oder ich! – Aber Gilmore war für alle Geschäfte Edisons, nicht nur Film (sondern auch Elektrizität etc.) verantwortlich…
- Mutagraph-Kamera: um nicht Edisons Patentrechte zu verletzen, nutzte die Kamera eher so etwas wie Fließband-Rollen statt des Malteserkreuz-Getriebes mit sprocketsDie hohe Qualität der Mechaniken von Casler und Marvin waren die Grundlage für den Erfolg der AMC/AMBCDas Geld für bzw. Anleihen auf die Patente ermöglichten die internationale Expansion des Geschäfts
- William K.L. Dickson https://de.wikipedia.org/wiki/William_K._L._Dickson https://www.victorian-cinema.net/dickson.php (s. Folge 4 und 5) hatte aufgrund Unzufriedenheit bei Edison schon mit den Lathams zusammengearbeitetHatte Buch mit seiner Schwester über Edisons Arbeit geschrieben, aber schon mit den Lathams und Casler zusammengearbeitet
- Im Juni 1895 eröffnete Marvin ein Werk zu Herstellung von Gesteinsbohrern, das gut ging und das Geld für das Kamera/Projektor-Geschäft lieferte
- Das K.M.C.D. Syndicate wurde 1895 zur American Mutoscope Company (1899: American Mutoscope and Biograph Company) https://en.wikipedia.org/wiki/Biograph_Company https://de.wikipedia.org/wiki/American_Mutoscope_and_Biograph_Company#
https://en.wikipedia.org/wiki/Biograph_Studios (erst 1912)
- Das K.M.C.D. Syndicate wurde 1895 zur American Mutoscope Company (1899: American Mutoscope and Biograph Company) https://en.wikipedia.org/wiki/Biograph_Company https://de.wikipedia.org/wiki/American_Mutoscope_and_Biograph_Company#
- Ursprünglich ein Geldeinwurf-Automat mit Daumenkino – anders als die von Edison elektrisch betriebenen konnten die Betrachtenden mit einer Handkurbel das Tempo selbst bestimmen – das Mutoscope war zu seinen Hochzeiten genauso beliebt wie das KinetoscopeCasler benötigte neue Kamera und wandte sich an:
- Casler&Dickson konzentrierten sich auf die Projektion auf Leinwand –> Biograph-Projektor
- Ihre Kameras & Projektoren arbeiteten mit 70mm-Film – doppelt so breit wie das Format, mit dem Edison arbeitete – und ergaben klarere Bilder
- Wie der Mutograph beförderte der Biograph den Film mit Fließband-Rollen, stieß jedoch beim Filmen (30fps) Löcher ins Zelluloid
- Wurde im Oktober 1896 bei einer Tour durch Vaudeville-Häuser vorgestellt
- Wie der Mutograph beförderte der Biograph den Film mit Fließband-Rollen, stieß jedoch beim Filmen (30fps) Löcher ins Zelluloid
- Mit 68mm-Film bot das Bild viermal so viel Inhalt wie Edisons 35mm – was das Publikum schätzte
- Im April 1900 gab es sogar eine Anzahlung von Marvin, aber daraus wurde dann doch nichts
- Sie zeigten ihre Filme in ‚penny arcades‘ über die Mutoscope – also die Daumenkino-Münzeinwurf-Automaten und dominierten bald auch diesen Markt
- Einige der Mutoscope blieben noch Jahrzehnte in Betrieb
- Setzte sich 1926 zur Ruhe, blieb aber als Berater tätig
- Sie zeigten ihre Filme in ‚penny arcades‘ über die Mutoscope – also die Daumenkino-Münzeinwurf-Automaten und dominierten bald auch diesen Markt
- Reichte sein letztes Patent 1937 ein, zwei Jahre vor seinem Tod
- arbeitete dort auch als Produzent und filmte 1898 den Papst im Vatikan (damals Leo XIII. )
- filmte im Burenkrieg in Südafrika (Buch: The Biograph in Battle sein Tagebuch aus der Zeit, das erste Buch von einem Kameramann verfasst)
- nach 1903 arbeitete er als selbständiger Elektrotechnikerbildete während des Ersten Weltkrieges Scharfschützen ausstarb 1935 an Krebs
- bemühte sich noch um Aussöhnung mit Edison, doch der betrachtete ihn als undankbar, versuchte, Dickson aus der Kino-Geschichte zu löschen
- Edison hatte den Anstoß, das Geld und die Herstellungsmöglichkeiten gegeben, den Ingenieursanteil hatte Dickson geliefert – auch die Black Maria entworfen
- Sein Sohn Daniel starb 1912 auf der Titanic
- Ging 1897 für das Unternehmen nach England, war aber nicht erfolgreich (und vielleicht nicht so geschäftstüchtig wie erwartet, das wurde von seinem Rivalen insinuiert), trat deshalb aus der Company aus
- Blieb bis 1927 als Händler in London
- Zwei Jahre nach seiner Rückkehr in die USA beging er in einem New Yorker Hotel Selbstmord
- Bis 1897 war die Entwicklung des Kinos soweit abgeschlossen
- zwei verschiedene Vertriebswege:
- ‚peepshow devices‘ für Einzelsichtung
- Projektion auf Leinwände
- Zumeist 35mm-Filmmaterial mit ‚Kettenradlöchern‘ (sprocket holes – Perforierung für den Malteserkreuz-Mechanismus oder was)
- zwei verschiedene Vertriebswege:
- American Mutoscope and Biograph Company
- American Mutoscope Company
- Black Maria
- Charles E. Chinnock
- Charles Francis Jenkins
- Charles Webster
- Elias Koopman
- Franck Zeveley Maguire
- Halt doch mal die Klappe
- Henry Norton Marvin
- Herman Casler
- Holland Bros.
- James White
- Joseph Deyoe Baucus
- K.M.C.D.Syndicate
- Kinetoscope
- Kinetoscope Parlour
- May Irwin
- Mutagraph
- Phantoscope
- Podcastfolge
- Raff&Gammon
- Rough Seas at Dover
- Thomas Alva Edison
- Thomas J. Armat
- Vaudeville
- Vitascope
- William K. L. Dickson